Der Dienst im Ehrenamt einer Hilfsorganisation, besonders in einer Feuerwehr macht viel Spass; aber leider ist der Dienst nicht immer lustig:

Sie sollten daher, bevor Sie die Sache weiter verfolgen, überlegen, ob Sie die folgenden Fragen überwiegend mit einem deutlichen Ja beantworten können:

 
- Habe ich ausreichend Zeit, um möglichst regelmäßig an Übungen, Ausbildungs- und anderen Veranstaltungen teilnehmen zu können?

- Bin ich bereit viel zu lernen (z.B. erweiterte Erste Hilfe, Funken oder den Umgang mit Karte und Kompass, Hygiene oder auch Gesetze und Verordnungen)?

- Gibt mir meine Familie soviel Freiraum, dass ich an der Vielzahl der Veranstaltungen und an den Einsätzen teilnehmen kann?

- Ist mir klar, dass sowohl im regulären Dienstgeschehen als auch im Einsatz mir unter Umständen ein Unfall passieren kann?

- Bin ich psychisch ausreichend stabil, um das zu ertragen, was manchmal mit Unglücksfällen, bei denen Menschen und/oder Tiere zu Schaden kommen, verbunden ist?

- Macht es mir nichts aus, dass Einsätze häufig dann erforderlich werden, wenn es gerade gar nicht passt – z.B. an Heiligabend oder gerade, wenn die ganze Familie mit Onkel Willi goldene Hochzeit feiern will?

- Bin ich bereit, auch im Winter bei tiefen Minusgraden nachts mit einer Handlampe durch das Gestrüpp im dunklen Wald zu stolpern?

- Habe ich eine Ahnung davon, wie es wohl ist, wenn nach stundenlanger Arbeit im strömenden Regen, trotz wasserabweisender Uniform, das einzig Trockene an mir mein Humor ist?

- Bin ich bereit, im Rahmen von Ausbildung und Einsätzen auch mal längere Zeit gemeinsam mit Spinnen und anderen komischen Krabbeltieren in feuchten, kalten, dunklen und verdreckten Kellern zu arbeiten?

- Ist mir bekannt, dass es in einer Freiwilligen Feuerwehr weder Meisterschaften und Pokale noch Honorare oder Gagen gibt und dass die spektakulären Katastropheneinsätze, über die in den Medien berichtet wird – z.B. nach Erdbeben - für die große Mehrzahl der Feuerwehrleute eher die Ausnahme sind?

- Ist mir bewusst, dass ein Dank der Betroffenen oder der Angehörigen für alle Rettungskräfte eine seltene Ausnahme ist.
 
Haben Sie die Checkliste überwiegend mit JA beantworten können, scheinen Sie ein/e wirklich geeignete/r Bewerber/in zu sein. Sollten Sie bis jetzt noch nicht abgeschreckt sein, schauen Sie sich das Einstellungs- und Ausbildungsprozedere an, welches Sie durchlaufen müssen, um Aktiv bei uns tätig zu werden.